Das Siegel der Tage

- Das Siegel der Tage
Autorin: Isabel Allende; Sprecherin: Eva Mattes; 11 CDs; ca. 768 Min.; vollständige Lesung
Verlag: Der Hörverlag
Preis: € 49,95 (D), € 82,00 (UVP)
ISBN 978-3-86717-313-1
«Hör mir zu, Paula, ich werde dir eine Geschichte erzählen», so begann Isabel Allendes persönlichstes Buch, ihr Lebensroman Paula.
Der viel zu früh gestorbenen Tochter, deren Geist für Isabel Allende zu einem sanften Wegbegleiter geworden ist, erzählt die Autorin nun davon, wie ihr offenes Haus in Kalifornien sich mit der Zeit in den Mittelpunkt nicht nur ihrer eigenen Familie, sondern eines ganzen Clans aus angeheirateten Verwandten, neuen und alten Freunden verwandelt hat: eine Familie wie aus einem Roman.
Das Leben schreibt gute Geschichten, aber besser noch, wenn sie uns jemand wie Isabel Allende erzählt, die mit einem kräftigen Schuß Selbstironie und mit großem Herzen von unverhofften Begegnungen, Liebschaften, Trennungen und Versöhnungen spricht, von lesbischen Nonnen, die sich eines schon aufgegebenen Säuglings annehmen, und von chinesischen Buchhaltern, die unter der Fuchtel ihrer Mama eine Ehefrau suchen.
Und als warmen Unterstrom des mal komischen, mal traurigen oder dramatischen Treibens lesen wir die Geschichte einer Liebe zwischen einer reifen Frau und einem reifen Mann, die alle Stromschnellen und Untiefen gemeinsam gemeistert und ihre Zuneigung zueinander lebendig zu halten gewußt haben.
Mit Wärme, Humor und ihrem handfesten Sinn dafür, wie das Leben in all seinen Formen zu meistern wäre, erzählt Isabel Allende in Das Siegel der Tage von den schwierigen Zeiten nach dem Verlust ihrer Tochter Paula und von den erfüllten Tagen im Zentrum einer überaus farbigen Großfamilie.
Sprecherin
Eva Mattes, 1954 in Tegernsee geboren, hatte schon mit zwölf Jahren erste Auftritte in Film und Theater. Große Filmrollen erhielt sie 1970 in Michael Verhoevens Anti-Vietnamfilm „o.k.“ und 1971 in Reinhard Hauffs „Mathias Kneissl“. Für beide Filme wurde sie mit dem Bundesfilmpreis ausgezeichnet, machte Rainer Werner Fassbinder auf sich aufmerksam und erspielte sich unter seiner Regie ihren Ruf als eine der profiliertesten Darstellerinnen des jungen deutschen Films. Aber sie blieb dem Theater treu. 1981 glänzte sie in Zadeks Shakespeare-Inszenierung „Der Widerspenstigen Zähmung“.
1994 wurde Mattes fünftes Direktoriumsmitglied am Berliner Ensemble, neben Peter Zadek, Heiner Müller, Fritz Marquardt und Peter Palitzsch. Nach dem Weggang Zadeks 1995 legte sie ihren Direktionsposten am BE nieder, blieb aber als Schauspielerin im Ensemble. Am Wiener Akademietheater spielte sie mit Ulrich Wildgruber in Zadeks „Kirschgarten“, drehte 1998 „Widows. Erst die Ehe, dann das Vergnügen“ und 1999 die ARD-Komödie „Und alles wegen Mama“.
In Helma Sanders-Brahms moderner Fassung von „Tausendundeine Nacht“ spricht sie die Schah-Razade. Zuletzt las sie für den Hörverlag „Das Siegel meiner Tage“ (2008) von Isabel Allende.
Autorin
Isabel Allende wird 1942 in Peru geboren. Ihre Kindheit und Jugend verbringt sie in Chile, wo sie seit ihrem achtzehnten Lebensjahr als Journalistin arbeitet. Als ihr Onkel Salvador Allende, Präsident Chiles, bei Pinochets Militärputsch 1973 ums Leben kommt, verlässt Isabel Allende das Land. Sie emigriert nach Venezuela, wo sie zehn Jahre lebt und wieder als Journalistin tätig ist. Hier entsteht auch ihr erster, weltberühmter Roman „Das Geisterhaus“, dem viele weitere folgen. Allendes Werke werden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, unter anderem wird sie in Deutschland zwei Mal zur „Autorin des Jahres“ gewählt. 1994 erhält sie den „Mistral-Preis“, die höchste kulturelle Auszeichnung Chiles. „Die Stadt der wilden Götter“ ist Isabel Allendes erstes Jugendbuch. Die Autorin lebt mit ihrer Familie derzeit in Kalifornien.
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