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Das letzte U-Boot

Das letzte U-Boot
FSK 12 J.; ca. 100 Min. + 15 Min. Bonus; Kurt Media / EuroVideo; Regie: Franke Beyer; Darsteller: Ulrich Mühe, Matthias Habich, Ulrich Tukur, Manfred Zapatka
Ton: DD 2.0, PAL; RC 2

April 1945, kurz vor Ende des Krieges. Ein deutsches U-Boot wird auf eine gefährliche Mission nach Tokio geschickt. An Bord sind modernste Waffen, Raketenbaupläne und Uranoxyd für den Bau der Atombombe in Japan.
Alliierte Flottenverbände machen Jagd auf das U-Boot.

Obwohl die Mannschaft von Hitlers Selbstmord und der deutschen Kapitulation erfährt, wollen die japanischen Offiziere und die regimetreuen Nazis um den gnadenlosen Geschwaderrichter Beck (Manfred Zapatka) die Mission unbedingt zu Ende bringen. Kommandeur Gerber (Ulrich Mühe), sein wachhabender Offizier Röhler (Ulrich Tukur) und General von Mellenberg (Matthias Habich) hingegen planen die Rettung der Mannschaft.

Als ein britischer Zerstörer angreift, lässt Gerber die weiße Flagge hissen. Es kommt zum Aufstand, die Nazis übernehmen die Kontrolle und versenken das feindliche Schiff. Nun droht der Mannschaft die Hinrichtung als Kriegsverbrecher, falls das U-Boot nicht entkommt …

Extras
Produktionsnotizen, Biografien, Szenenwahl


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Meinung
15. April 1945: Das deutsche U-Boot U234 sticht mit Kurs auf Tokio unter dem Befehl von Kommandant Gerber in See. Das Boot soll geheime Pläne, neue Waffensysteme und vor allem Uranoxid, das die Japaner dringend für den Bau der Atombombe benötigen, nach Japan bringen. Zwei japanische Fregattenkapitäne begleiten den Transport. Ebenfalls an Bord befinden sich General Mellenberg, der zu den Verschwörern des 20. Juli zählt, sowie der fanatische Geschwaderrichter Beck, der bis zuletzt an den Endsieg glaubt. Als die Bestatzung von Hitlers Selbstmord und schließlich von der Kapitulation erfährt, kommt es zum offenen Konflikt. Ein britischer Zerstörer fordert ihre sofortige Aufgabe. Kommandant Gerber will einzig und allein seine Mannschaft retten. Aber Beck droht damit, die U234 in die Luft zu sprengen, wenn der Zerstörer nicht versenkt wird – obwohl das deutsche Boot bereits die weiße Fahne gehisst hat.

Das letzte U-Boot ist ein spannungsgeladenes Kammerspiel auf engstem Raum und steht in der Tradition von Wolfgang Petersens Das Boot, basiert jedoch auf einer historischen Begebenheit. Während alliierte Zerstörer Jagd auf die U234 machen, treten die unterschwelligen Spannungen unter der U-Boot-Besatzung offen zu Tage. Nachdem sie den britischen Zerstörer versenkt haben, droht der ganzen Mannschaft die Hinrichtung als Kriegsverbrecher. Gerber bietet seine ganze Kunst auf, um den Verfolgern zu entkommen.

Das Kriegsdrama ist mit der Creme de lá Creme der deutschen Schauspielkunst besetzt: Neben Ulrich Mühe glänzen Ulrich Tukur, Manfred Zapatka, Matthias Habich, Udo Samel u.a. Gedreht wurde die internationale Co-Produktion in Babelsberg, Wilhelmshaven und Polen. Nachdem sich das deutsche U-Boot den Amerikanern ergeben hat, gelangt das Uranoxid nach Washington und wurde vermutlich beim Bau der Atombombe verwendet, die über Hiroshima abgeworfen wurde. So erhält das historische Kriegsdrama zusätzlich eine weitere beunruhigende Nuance – trefflich in Szene gesetzt von Frank Beyer (Spur der Steine, Jakob der Lügner).

Die DVD enthält als Bonusmaterial die Biographien der Darsteller und des Regisseurs sowie einen interessanten Abriss der historischen Fakten der letzten Mission der U234.   Birgit Schwenger (amazon.de)

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