Kontakt | Impressum

David Arnold "OST Quantum of Solace"

David Arnold "OST Quantum of Solace"
Sony/BMG

David Arnold ist einer der erfolgreichsten britischen Komponisten. Er wurde 1962 in Luton geboren und lebt heute in London.

Der Durchbruch gelang Arnold mit seiner Filmmusik zu "Stargate", die ihn international als Filmkomponisten mit Stil, Witz und Vielseitigkeit etablierte. Mühelos wechselte er in den folgenden Jahren zwischen großen orchestralen Werken, wie zum Beispiel zu "Independence Day" - eine Musik, die ihm einen Grammy einbrachte - und urbanen elektronischen Grooves, wie sie zum Beispiel in "Shaft" und "2Fast 2Furious" zu hören sind.

Außerdem, oder vielleicht vor allem, sorgte Arnold für die Musik aller James-Bond Filme seit 1997 ("Der Morgen stirbt nie").

Auch abseits der Filmwelt ist David Arnold ein erfolgreicher Musikproduzent und Songwriter. Er hat in seiner Kariere mit einer Vielzahl von namhaften Künstlern zusammengearbeitet, unter denen sich so unterschiedliche Acts wie Pulp, Iggy Pop, Garbage, Natasha Bedingfield, Aimee Mann, George Michael und Damien Rice finden.

Meinung
Gut oder schlecht? Vor dieser Frage steht 007 bei der Einschätzung seines Umfeldes im 22.Bond-Abenteuer. Der Zuhörer muss ebenfalls rätseln angesichts des dazugehörigen Soundtracks samt höchst eigenwilligem Titelsong und einem düsteren (Action-)Score mit großem Orchester und etwas Elektronik.

Schlagzeilen machte Quantum Of Solace schon vor seinem Kinostart am 6.11.2008. Als Interpretin des ursprünglichen Titelstücks, einer stimmungsvollen, von Mark Ronson komponierten Soulballade im Dusty-Springfield-Stil, war Amy Winehouse vorgesehen. Sie verschwand aber im Drogensumpf und war für Aufnahmen unpässlich. Deshalb wurde auf die Schnelle ein Duett der Nu-Soul-Königin Alicia Keys mit dem Garagen-Rocker Jack White (White Stripes) realisiert – für viele Fans der Serie „der schlechteste Bond-Song aller Zeiten“!

Die Misere, in welcher das jeweilige Titellied bei einem neuen 007 seit Langem steckt, wird im Vergleich mit Stücken auf der sehr empfehlenswerten Compilation The Best Of Bond deutlich. Welche großartige Melodien sind dort geboten, deren Stil und Flair einst John Barry begründet hat! Von Goldfinger (Shirley Bassey) über License To Kill (Gladys Knight) bis For Your Eyes Only (Sheena Easton) oder Live And Let Die (Paul McCartney) – allesamt höchst individuelle und doch typische Songs, welche Evergreens wurden und den Zuhörer sofort an das dazugehörige Abenteuer des britischen Geheimagenten denken lassen.

1985 aber änderte sich das grundlegend. Seit Duran Duran mit A View To A Kill Platz 1 der US-Singles-Bestsellerliste eroberten, zählt bei dem Bond-Titelsong primär nur Eines: Kasse statt Klasse! Das maßgebliche Kommerz-Kriterium scheint zu sein: Lieber durch gerade modernes Chartsfutter mit schnellem Verfallsdatum kalkulierbaren, kurzfristigen Erfolg anzupeilen, anstatt zeitlose Qualität zu bieten! Das gilt für Garbages The World Is Not Enough ebenso wie für Die Another Day von Madonna oder das hardrockige „You Know My Name“ (Chris Cornell). Die Keys-/White-Kooperation Another Way To Die passt nahtlos in diese Reihe und es bedarf keiner hellseherischen Fähigkeiten, um zu behaupten: Es wird so schnell vergessen sein wie die Beiträge von Cornell & Co..

Wie steht es dagegen mit dem Score in Bonds 46.Dienstjahr? Der stammt zum fünften Mal in Folge von David Arnold. Für die Fortsetzung von Casino Royale (2006) ließ sich der englische Komponist (Godzilla, Independence Day) durch das Lesen des Drehbuchs inspirieren. Regisseur Marc Forster (Monster’s Ball) fügte die Instrumentals dann an den entsprechenden Stellen der 230-Millionen-Dollar-Produktion ein. Es ist eine primär orchestrale Filmmusik mit pointierten elektronischen Akzenten sowie selektivem Einsatz von Flöte und Akustik-Gitarre. Natürlich dürfen die diversen, für diesen Thriller obligatorischen Actionmomente nicht fehlen. Fazit für den Score: Solide, aber unspektakulär!

Nach gut einer Stunde geht es dem Hörer des Soundtracks so wie James Bond in dem 100 Minuten kurzen, rohen Reißer: Er ist sich im Unklaren, was er davon halten soll. Thomas Hammerl (amazon.de)

Tracks
1. Time To Get Out
2. The Palio
3. Inside Man
4. Bond In Haiti
5. Somebody Wants To Kill You
6. Greene & Camille
7. Pursuit At Port Au Prince
8. No Interest In Dominic Greene
9. Night At The Opera
10. Restrict Bond's Movements
11. Talamone
12. What's Keeping You Awake
13. Bolivian Taxi Ride
14. Field Trip
15. Forgive Yourself
16. Dc3
17. Target Terminated
18. Camille's Story
19. Oil Fields
20. Have You Ever Killed Someone?
21. Perla De Las Dunas
22. The Dead Don't Care About Vengeance
23. I Never Left
24. Another Way To Die

Bestellen


Videothek

Till Brönner
"Rio-Trailer.hier

Aloha From Hell
"Walk away" hier

Lordi
"Bit it like a bulldog". hier

Weitere Videos hier

Tip des Tages:



Weiteres zum Tip
hier