Do It Yourself

- Do It Yourself
Fotograf: Uwe Ommer;Seiten: 256, gebunden, Format: 22.5 x 30 cm, farbig; Verlag: Taschen; Preis: € 29,99 (D)
ISBN 978-3-8228-5628-4
Eines Abends überraschte er das Kindermädchen dabei, wie es sich mit seiner Polaroid vor dem Badezimmerspiegel fotografierte - für den Fotografen Uwe Ommer der Auslöser, ein Buch mit Selbstporträts von Frauen zu machen, für die Fotografieren Neuland war.
Er stattete also die Teilnehmerinnen mit Kameras und technischen Grundkenntnissen aus und bat sie, sich zu fotografieren, wie immer es ihnen gefiel, befreit sozusagen vom voyeuristischen Auge des Fotografen. Manche porträtierten sich mit Hilfe von Spiegeln, andere stellten sich ohne Umwege der Kamera. Manche verzichteten völlig auf Ommers Mitwirkung, für andere sprang er als »Ghostphotographer« ein und half bei Beleuchtung und Bildeinrichtung.
In beiden Fällen konnten die Modelle ihren Einfällen völlig freien Lauf lassen, sich sexy, aufreizend, romantisch oder einfach als sie selbst zeigen. Der Bogen der Selbstporträtistinnen reicht von Studentinnen, Schauspielerinnen, Stylistinnen bis zu Tänzerinnen, Models, Musikerinnen, Lehrerinnen und mehr.
Dieses hoch originelle Buch eröffnet seltene Einblicke, wie alltägliche Frauen sich selber sehen - oder gerne sehen würden.
Fazit
Ja warum eigentlich nicht mal den Spieß umdrehen? Anstelle dass der Fotograf sich Szenen, Drehorte und Postionen überlegen muss, machen es die Modelle mal selber und da sie nun mal dabei waren, haben die Modelle auch gleich sich selber fotografiert, Selbstporträts der besonderen Art eben. Genauso wie der Betrachter, war sicherlich auch der Fotograf überrascht, welche originellen Fotos dabei herauskamen. So zeigten die Frauen nicht nur ihren Einfaltsreichtum, sondern auch, wie sie sich selber sehen. Am Schluss des Bandes dann noch eine Art Fototagebuch mit einigen netten Wortspielen und erläuternden Texten "by herself" zu den daneben stehenden Fotos. (Bernd Kielmann)
Fotograf
Uwe Ommer war schon früh von der Fotografie fasziniert und zog 1962 nach Paris, wo er zunächst als Assistent eines Fotografen tätig war. Binnen weniger Jahre eröffnete er ein eigenes Fotostudio mit dem Schwerpunkt Mode und Werbung. Nachdem er sich in Paris rasch einen Namen gemacht hatte, begann er in dortigen Galerien auszustellen und veröffentlichte schließlich 1979 sein erstes Buch "Photoedition Uwe Ommer", in dem er persönliche Arbeiten und Auftragswerke zusammenstellte. Fünf weitere fotografische Buchpublikationen folgten in den Jahren darauf. 2002 zeichnete die Royal Photographic Society Uwe Ommer für sein Gesamtwerk mit der Honorary Fellowship aus. Bei TASCHEN erschienen sind Ommers Bücher "Black Ladies", "Asian Ladies", "Transit" und "1000 Familien".
HIER BESTELLEN

Videothek