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Eskimo Joe "Inshalla"

Eskimo Joe "Inshalla"
Warner

Schon mit ihrem Debüt-Album Girl (2001) wurden Eskimo Joe zur favourite alternative band der australischen Indie-Szene: Es erreichte die Top-40 und wurde mit Gold belohnt. Dort aber machten Kavyen „Kav“ Temperley (voc, b), Joel Quartermain (bvoc, guit, kb, dr) und Stuart MacLeod nicht Halt, und so vollbrachten sie mit A Song Is A City im Jahr 2004 den Durchbruch.

Das Album stieg in Australien auf Anhieb auf Chartposition 2 ein und erhielt Doppelplatin, obendrein gab es auch den ersten ARIA-Award. 2006 produzierten sie in Eigenregie das Album Black Fingernails, Red Wine. Das Ergebnis: Vier Wochen Platz 1 der Aussie-Charts (28 Wochen Top-10), vierfaches Platin und drei ARIAs (davon einer für den Titelsong) waren die Folge, und schließlich rotierte der Titelsong sogar in den kanadischen und US-Radio-Playlisten. Jetzt haben ESKIMO JOE ihr viertes Album Inshalla am Start, das für sie zugleich einen Break in der künstlerischen Entwicklung markiert.
 
Es war in einem Kaffeehaus in Kairo, das angeblich bereits seit mehreren Tausend Jahren existiert, in dem Kav Temberley entschied, dass es Zeit für etwas Neues wäre. Hier, im El Fyshawys Café, beschloss er, seine Rockstar-Maske fallen zu lassen, die Nebelmaschinen auszustellen, die Laser wegbringen zu lassen und das Kapitel der Vergangenheit zu schließen.

„Ich saß im Café, trank einen Kaffee und rauchte eine Shisha, und in diesem Moment beschloss ich, die Idee dieser Rockstar-Figur fallen zu lassen, an der ich so hart gearbeitet hatte“, erklärt der Chef-Songwriter und Bassist. „Ich kam auf den Boden zurück, war einfach ich selbst und wollte sehen, wo ich gelandet war.“
 
Die neue Herausforderung, der Gitarrist Stuart MacLeod, Drummer Joel Quartermain und Kav Temperley sich stellen mussten, als die Band sich in ihrem Homestudio in der verschlafenen Kleinstadt Freemantle traf, hieß also: ganz sie selbst sein. So schwierig so etwas sein kann, war die Erfahrung jedoch befreiend, und das Ergebnis ist ein wunderbares Album, das vielleicht die schönste Zeit in der 12 Jahre währenden Karriere ESKIMO JOEs in knapp 40 Minuten zusammenbringt.  „Es ging darum, an einen sehr ehrlichen Ort zurückkommen“, erklärt Temperley. Nämlich dorthin, woher unsere Songs im Grunde kommen. Mit dem letzten Album haben wir diese großen Shows mit Laserlicht und riesigen Leinwänden gemacht. Und nun hatten wir die Freiheit, uns einfach zurückzulehnen und Songs zu schreiben, die einfach aus uns selbst kamen.“
 
Verglichen mit den Vorgängern, ist Inshalla ein herrlich ungeplantes und inspiriertes Album, dass ESKIMO JOE einen frischen, neuen Zug gibt und neue Wege des Songwritings und Arrangierens zeigt. Temperleys gefühlsstarken Vocals werden von pulsierenden Drumgrooves getragen und entwickeln eine starke Dynamik, die mit eindringlichen Melodien Hand in Hand geht. Leichtfüßige Keyboards, eine einzelne Violine und erfindungsreiche Gitarren malen ein lebhaftes Portrait eines ganzen Jahres, das ESKIMO JOE durchlebten.
 
Producer Gil Norton (Foo Fighters, Pixies, Ben Kweller) trieb die Band im Studio 301 in  Byron Bay auf 11 Songs an ihre Grenzen. Zum ersten Mal fiel das Augenmerk dabei auf Quartermains Drums als fundamentales Element, und der britische Producer brachte die Jungs dazu, möglichst viel mit möglichst wenig Aufwand zu sagen. „Gils Fähigkeiten liegen im Pop und darin, die Essenz eines Songs von überflüssigem Ballast zu befreien“, erklärt Quartermain und fügt hinzu, dass die Band vor zehn Jahren schon davon träumte, eines Tages mit ihm zusammen zu arbeiten. „Und das war ein tolles ‚Ein-Traum-wird-wahrÂ’-Gefühl in diesem Moment.“
 
Nortons größtes Verdienst besteht darin, dass Inshalla ein ausgeprägtes Gefühl der Hoffnung und der Lebensfreude ausdrückt. Vom Upbeat-Rock-Stomp Foreign Land bis zum leichtfüßigen Pop von Don’t Let Me Down sprüht die Band von Lust am Dasein. Obendrein wurden Temperley und MacLeod im vergangenen Jahr zum ersten Mal Väter, und dementsprechend ist das Album ein neuer Anfang für das Trio, das die ganze Welt umarmen zu wollen scheint. Inshalla verdeutlicht, warum ESKIMO JOE zu den gefeiertsten Alternative-Pop-Bands Australien gehören, nämlich weil sie mit jedem Album einen neuen Sound entwickelten und Inshalla dabei die vielleicht deutlichste Weiterentwicklung darstellt. Und das ist erst der Anfang.

„Es fühlt sich an wie ein neues Kapitel und eine neue Herausforderung“, bestätigt Temperley und betont, dass ihre jungen Familien die Band noch mehr zusammen geschweißt haben. „Es sind neue Menschen in unser Umfeld getreten, und das gibt uns das Gefühl, das die Reise, auf der wir uns seit zehn Jahren befinden, in eine ganz neue Gegend geht.“
 
Mac Leod schließt sich dem an: „Es zeigt dir definitiv, was wirklich wichtig im Leben ist. Ich glaube ganz fest, dass die Familie das Wichtigste auf der Welt ist, aber du musst auch dafür sorgen, dass deine Seele glücklich bleibt. Und die Musik wird immer für uns da sein.“

Tracks
Foreign land
Inshalla
Losing friends over love
The sound of your heart
Childhood behaviour
Don´t let me down
Falling for you
Losing my mind
Your eyes
Please Elise

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