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Günter Märtens trifft Ladi Geisler

Günter Märtens trifft Ladi Geisler
ca. 71 Min.; Bear Family Records

Am 27. November feiert der herausragende Gitarrist Ladi Geisler seinen 80. Geburtstag. Der in Prag geborene Musiker war langjähriger Gitarrist im Orchester von Bert Kaempfert und ist auf zahllosen Aufnahmen der Polydor aus den Fünfziger- und Sechzigerjahre zu hören.

Sowohl im Jazz als auch im Rock ist der umtriebige Gitarrist zu Hause. Noch heute wohnt er Hiphop-Aufnahmen in seinem eigenen Studio in Hamburg bei. Musik als Jungbrunnen.

"Anekdoten eines Gitarrespielers"(BCD 16092) nennt sich das Hörbuch bei Bear Family Records. Dem Autoren Günter Märtens hat Ladi Geisler hier viele Geschichten aus seinem langen Musikerleben verraten. Witzig, humorvoll - auch etwas wehmütig. In jedem Fall sehr spannend und kurzweilig.

Ladi Geisler wurde am 27. November 1927 als  Miloslav Ladislav Geisler in Prag geboren. Schon als Kind erhielt er Geigenunterricht und sein Vater besaß ehrgeizige Pläne. Ladi sollte später als Ingenieur in der Elektrofirma arbeiten, in der er als Direktor tätig war. Doch es sollte anders kommen. Mit nur 15 Jahren wurde Ladi in den Krieg eingezogennund landete schließlich in dänischer Kriegsgefangenschaft, Dort entdeckte er seine Liebe zur Gitarre und lernte den Akkordeonisten und Orchesterleiter Horst Wende kennen.

Als Ende im nach Ende des Krieges anbot mit nach Hamburg zu kommen, sagte Ladi zu. Das Horst Wende Trio arbeitete in den ersten Jahren nach dem Krieg beim damaligen NWDR, aber auch im Hamburger Nachtlokal "Tarantella". Dort lernte Ladi den damals noch unbekannten Freddy Quinn kennen und verschaffte ihm einen Job in der Bar.

1955 trennte sich Ladi von Wende und arbeitete fortan als fest angestellter Musiker beim NDR. Über die Jahre wurde er zum unentbehrlichen Solisten für die verschiedenen Orchester beim Sender. Außerdem begleitete er unzählige Künstler wie Freddy Quinn, Rudi Schuricke, Evelyn Künneke, Margot Eskens, Helmut Zacharias und Hildegard Knef bei ihren Schallplattenaufnahmen und brachte viele Platten unter eigenem Namen heraus. Als Mitglied des Orchesters Bert Kaempfert drückte der exzellente Gitarrenspieler ab Ende der 50er Jahre dem Kaempfert-Sound durch den typischen "Knackbass" seinen eigenen Stempel auf.

In den folgenden Jahren tourte er mit Kaempfert durch England, mit Esther und Abi Ofarim trat er in ganz Europa uaf und auch in Japan war er sechsmal mit dem Orchester Alfred Hause zu Gast. Django Reinhardt war Vorbild schon in der Anfangszeit. Aber auch Les Paul und Joe Pass waren Ansporn und Vorbild und wurden schließlich sogar zu guten Freunden.

Diese Interview-CD ehrt einen der innovativsten und besten deutschen Gitarristen. Das Gespräch führte Günter Märtens von den Rhythmus Boys.

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