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Himmlers letztes Aufgebot: Die NS-Organisation »Werwolf«

Himmlers letztes Aufgebot: Die NS-Organisation »Werwolf«
Autor: Volker Koop
Seiten: 310, gebunden
Böhlau
€ 24,90 (D)
ISBN 978-3412201913

Der Zweite Weltkrieg war schon längst entschieden, als die Nationalsozialisten den »Endsieg« immer noch mit aller Macht erzwingen wollten. Dazu sollte neben dem »Volkssturm« auch die Organisation »Werwolf« beitragen, deren Aufstellung im September 1944 von dem Reichsführer-SS, Heinrich Himmler, befohlen worden war.

Ihr war die Aufgabe zugedacht, aus dem Untergrund die alliierten Besatzungstruppen mit Sabotageakten in Atem zu halten und die Kooperation deutscher Landsleute mit den Siegermächten zu unterbinden. Doch Streitigkeiten zwischen SS, Wehrmacht und Partei blockierten das Vorhaben, sodass sich erst in den letzten Kriegswochen »Werwolf«-Gruppen bilden konnten.

Ihre Aktivitäten beschränkten sich dann allerdings auf die Ermordung zahlreicher Zivilisten, denen sie »ehrlosen Verrat« vorwarfen, vor allem in den befreiten linksrheinischen Gebieten und in Süddeutschland. Die Alliierten waren zwar von der »Werwolf«-Propaganda verunsichert, auf die erwarteten Partisanen stießen sie jedoch nur selten.

Nach dem Krieg fanden die meisten »Werwölfe« ihr verdientes Ende vor alliierten und deutschen Gerichten. Eine erste umfassende Darstellung dieser geheimnisumwitterten Organisation liegt nun vor.

Sachlich und kenntnisreich informiert das Buch von Volker Koop über Voraussetzungen, Personen und Hintergründe und trägt dazu bei, einer möglichen Mythifizierung entgegenzuwirken.

Autor
Volker Koop
wurde 1945 in Pfaffenhofen/Oberbayern geboren, und wuchs auf in Nienburg/Weser. Er schlug eine journalistische Laufbahn ein mit Stationen bei den „Bremer Nachrichten“ und dem NDR. Seit 1972 war er unter anderem als Sprecher des schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten Gerhard Stoltenberg tätig, 1987 wechselte er in den Informations- und Pressestab des Bundesministeriums für Verteidigung und wurde Sprecher des Bundesministers Rupert Scholz. Seit seinem Ausscheiden aus dem öffentlichen Dienst 1994 arbeitet Volker Koop als freier Autor und Journalist. 2003 erhielt er für seine publizistische Arbeit den italienischen Kulturpreis »Capo Cicero«. Zu seinen jüngsten Veröffentlichungen zählen »Dem Führer ein Kind schenken. Die SS-Organisation Lebensborn«, »Himmlers letztes Aufgebot. Die NS-Organisation Werwolf« sowie die vierbändige Reihe »Besetzt« über die Politik der Alliierten in Deutschland nach 1945.

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