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Ich hab' den Blues schon etwas länger

Ich hab' den Blues schon etwas länger
Hg.: Michael Rauhut, Reinhard Lorenz; Seiten: 424, broschur mit vielen Abb.
Verlag: Ch. Links
Preis: € 29,90 (D)
ISBN 978-3-86153-495-2

Er wird gern auf simple Muster reduziert, der Blues: zwölf Takte, drei Akkorde, schwarz und weiß. Für die einen ist er Entertainment, für die anderen Religion. Pharisäer und Proleten, Yuppies und Müslis, Sammler, Jäger und Party People sie alle holen sich das Ihre aus dem Füllhorn dieser alten, aber nie alternden Musik.

Ein Ton, tausend Seelenschwingungen. Das Buch sichert Spuren auf unterschiedlichen Ebenen. Es taucht zu den Nischen und Biotopen des Blues in Deutschland ab und sucht den Schein des großen Rampenlichts.

Momentaufnahmen seiner reichen Geschichte stehen neben Einblicken in die bis heute vitale, feingliedrige Szene. Der Blues gehört zu den langlebigsten und schillerndsten Phänomenen der populären Musik. Sein prägender Einfluss auf diverse Stile und Spielarten, von Rock n Roll bis Rap, steht außer Frage.

Die Herausgeber Michael Rauhut und Reinhard Lorenz konnten namhafte und kompetente Autoren gewinnen: Christoph Dieckmann und Konrad Heidkamp (Die Zeit), Werner Burkhardt (Jazzkritiker der ersten Stunde), den Rockpalast-Macher Peter Rüchel, die Journalistenlegenden Manfred Miller und Tom Schroeder sowie Siegfried Schmidt-Joos, aber auch Musikwissenschaftler wie Peter Wicke (Humboldt-Universität zu Berlin) und den Frontmann der dienstältesten westdeutschen Bluesband »Das Dritte Ohr«.

Daneben kommen die Musiker selbst zu Wort von Eric Burdon bis Klaus Doldinger. Das Geleitwort stammt von Wim Wenders. Der Band enthält 239 zum Großteil bislang unveröffentlichte Fotos.

Herausgeber
Prof. Dr. Michael Rauhut, Jahrgang 1963, Studium der Musikwissenschaft, seit 1984 Mitarbeiter des Forschungszentrums populäre Musik in Berlin,1993-2000 Mitarbeiter des Instituts für zeitgeschichtliche Jugendforschung, seit 2008 Prof. für populäre Musik an derUniversity of Agder in Kristiansand / Norwegen, zahlreiche Publikationen u.a. den Bestseller »Bye bye, Lübben City - Bluesfreaks, Tramps und Hippies in der DDR (mit Thomas Kochan).

Reinhard Lorenz, Jahrgang 1952, 1972-1976 Studium der Sportwissenschaften und 1983-1989 der Theaterwissenschaften, seit 1986 künstlerischer Leiter des Eisenacher Jazzclubs und 1999 Gründer des Internationalen Jazzarchivs Eisenach, 2006 Initiator der Lippmann+Rau-Stiftung für Musikforschung und Kunst, seit 1990 Leiter des Kulturamtes Eisenach, zahlreiche Veröffentlichungen.

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