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Mercedes Sosa "Cantora"

Mercedes Sosa "Cantora"
Sony Music

Grossartige Duette mit internationalen und ebenfalls sozialpolitisch engagierten Topkünstlern wie Shakira, Daniela Mercury, Joan Manuel Serrat, Caetano Veloso und Leon Gieco.

Mercedes Sosa war die weltweit wohl bekannteste Künstlerin und „Grande Dame“ Argentiniens. Vor allem in Lateinamerika und Spanien wird sie zutiefst verehrt: Seit Jahrzehnten tritt die 1935 in San Miguel de Tucumán geborene Sängerin für Demokratie und Bürgerrechte ein. Sie galt als Stimme all jener Menschen, die in der Gesellschaft keine haben.

„La Negra“, so ihr Spitzname, war aber nicht nur engagierte Friedensaktivistin und Botschafterin des UN-Kinderhilfswerk Unicef, sie war vor allem Cantora – eine Sängerin mit Herz und Seele.

 Mercedes Sosa hatte gerufen und alle waren sie gekommen: Internationale und ebenfalls sozialpolitisch engagierte Topkünstler wie Shakira, Daniela Mercury, Joan Manuel Serrat, Caetano Veloso und Leon Gieco haben sich im Tonstudio die Klinke in die Hand gedrückt, um mit ihr im Duett zu singen. 

Das Ergebnis dieser außergewöhnlichen Begegnungen erlangte in Argentinien mit mehr als 100.000 Exemplaren binnen kurzer Zeit Platinstatus.

So unterschiedlich die Gäste sind, so abwechslunsgreich gestaltet sich die 74-minütige Mischung von lateinamerikanischer Folklore, Bossa Nova, Vals und Zamba mit Genres wie Pop, Schlager, Chanson, Bluesrock und HipHop. Sosas warme, tiefe Stimme durchzieht das Album wie ein roter Faden, den sie beherzt aufnimmt und gefühlvoll zum Schwingen bringt.

Ganz gleich, welches Parkett Mercedes Sosa betrat, sie bewegte sich anmutig, authentisch und frei von Berührungsängsten. Sie harmonierte nicht nur mit ihren Partnern, sie steckte sie mit ihrer Leidenschaft an, sodass sich jedes Duett voll und ganz der Stimmung des Liedes ergibt und dank überragender Darbietung wohlige Schauer erregt.

Gemeinsam tragen die Interpreten meist melancholische Geschichten über unerfüllte Sehnsüchte vor. Sie drehen sich um das Leben in der Heimat, um Ängste und Bedürfnisse, der Suche nach sich Selbst und nach der Liebe, die uns in all ihren Facetten begegnet: klein und zart, heimlich und verboten, erlösend, aber auch unerwidert und enttäuscht. Jedes dieser Lieder stammt aus der Feder eines anderen Komponisten und wird auch meist von diesem gesungen.

Die Arrangements fallen ebenso unterschiedlich aus: Mal wird auf eine reduzierte Begleitung durch Gitarre und Percussion gesetzt, mal fällt sie mit Piano und Streichern sehr opulent und flächendeckend aus. Hier öffnet sich ein Himmel voller Geigen, in dem auch genügend Raum für Instrumente wie Bandoneon, Klarinette, Querflöte und Cello ist.

Insgesamt bewies Produzent Popi Spatoko viel Fingerspitzengefühl bei der Wahl des musikalischen Rahmens; die emotionalen Duette kommen voll zur Geltung. Mit Ausnahme einiger internationaler Künstler wurden alle Beiträge unter der künstlerischen Leitung von Afo Verde und Rafa Vila in den Studios Ion in Buenos Aires aufgenommen.

 Nicht nur in Anbetracht von Mercedes Sosas Bedeutung für Lateinamerika ist das Gipelftreffen namens „Cantora“ ein wertvolles Stück Zeitgeschichte und im Angsicht ihres Todes am 4.10. ist es umsomehr ein grosses Vermächtnis.

Tracks
1. Aquellas Pequeñas Cosas
2. Zona De Promesas
3. Sea
4. Coraçao Vagabundo
5. Canción Para Un Niño En La Calle
6. La Maza
7. Zamba Del Cielo
8. Violetas Para Violeta
9. Desarma Y Sangra
10. Cántame
11. Razón De Vivir
12. El Angel De La Bicicleta
13. O Que Será
14. Barro Tal Vez
15. Zamba Para Olvidarte
16. Parao
17. Sabiéndose De Los Descalzos
18. Agua, Fuego, Tierra y Viento
19. Nada

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