Nils Landgren "Funk Unit"

- Nils Landgren "Funk Unit"
Act
Dass Musik für den schwedischen Weltklasse-Posaunisten Nils Landgren eine Herzensangelegenheit ist, spürt man in jedem seiner Töne, ob mit seiner Funk Unit, den Duo-Einspielungen mit Esbjörn Svensson oder seinen Balladen-Alben.
Menschen durch Musik Freude bereiten und das Leben lebenswerter zu machen, ist das Credo von Mr. Redhorn. Und deshalb funkt und groovt er in bewährter Funk Unit-Manier jetzt mit Funk For Life für einen guten Zweck: 1 Euro jeder verkauften CD wird an die Hilfsorganisation Médecins Sans Frontières / Ärzte ohne Grenzen Schweden gespendet, für ein wohltätiges Projekt in Kibera (Nairobi), einem der größten Slums Afrikas.
Landgrens Funk For Life-Projekt setzt sich dafür ein, dass Musik von nun an ein wichtiger Bestandteil in der Erziehung der Kinder wird:
"Ein Brief gab die Initialzündung für unser Funk For Life-Projekt. Mein Patenkind Anders Giesecke, der als Arzt für Médecins Sans Frontières (MSF, Ärzte ohne Grenzen) in Dafur im Sudan arbeitete, schrieb mir und berichtete über die schlimmen Zustände vor Ort: Tausende von Menschen mussten aufgrund des Bürgerkrieges fluchtartig ihre Häuser verlassen und suchten in den Camps von MSF Zuflucht.
Man könne den Menschen ein Dach über dem Kopf bieten und sie mit Essen versorgen, aber wie kann man ihre Lebensqualität abseits der Grundversorgung verbessern?, fragte er mich. Mit meiner Frau diskutierte ich, was wir tun könnten, und die Lösung war naheliegend: Musik könnte den entscheidenden Unterschied ausmachen.
Wie es der Zufall so wollte, gaben wir genau zu der Zeit, als ich den Brief erhielt, also im Oktober 2008, mit der Funk Unit in Schweden ein Benefizkonzert für Ärzte ohne Grenzen. Ich nutzte die Gelegenheit und sprach mit dem Geschäftsführer der Organisation, Dan Sermand, über meine Idee. MSF ist für mich DIE Organisation, die man unterstützen muss, davon war ich überzeugt. Gute Erfahrungen hatte ich bereits, da ich ungefähr vor 15 Jahren, als die Organisation noch neu war und sich gerade erst entwickelte, bereits ein Projekt mit ihnen durchführte.
Nach unserem Gespräch kontaktierte Dan direkt die Hauptquartiere in Genf und Brüssel, damit wir unser Vorhaben in die Tat umsetzen konnten. Dank seines Engagements wurde innerhalb eines Jahres aus einer Idee Wirklichkeit: Wir nahmen uns gemeinsam vor, den Slum Kibera in Nairobi zu besuchen, um dort etwas zu bewegen. In Afrikas wahrscheinlich größten Slum leben rund 1 Million Menschen auf 2,8 Quadratkilometern, die täglich ums nackte Überleben kämpfen: mit einer unzureichenden Wasserversorgung, kaum Elektrizität und unter schlimmsten hygienischen Zustände. Unser Ziel: den Kindern dort den Alltag verschönern und ihnen eine Perspektive geben – mit Musik.
Im Juni 2009 Jahres bin ich mit meiner Band dann in das Hansa Studio in Berlin gegangen, wo bereits großartige Platten aufgenommen wurden, um Funk For Life aufzunehmen. Die Gelegenheit passte, denn wir spielten zur selben Zeit eine Woche lang im Berliner Jazzclub A-Trane im Rahmen der dortigen ACT-Woche. Tagsüber aufnehmen, abends auf die Bühne - ein volles Programm, dass sich gelohnt hat. Jeden morgen um 11 Uhr standen alle Musiker voller Spielfreude und Ideen im Studio, und abends auf der Bühne gaben sie noch einmal alles.
Eine besondere Energie und ein enger Zusammenhalt ist während dieser Marathon-Tage in der Band entstanden, was man hoffentlich auch auf der CD hören kann. Kleinere Zusatzaufnahmen wurden später noch hinzugefügt, unter anderem in Kibera, in einem Studio in Paris, wo auch gemastert wurde, sowie bei mir zu Hause in Skillinge.
Funk For Life ist ein echtes Funk Unit-Album geworden. Knackige Riffs, packende Grooves, funky Bläser und coole Vocals. Alle Zutaten eben, mit der sich Funk Unit einen Namen in der Musikwelt gemacht hat. Aber dieses Mal kam noch ein ganz besonderes Anliegen und Engagement hinzu: Wir wollten den Kindern in Kibera helfen und Ihnen ein besseres Leben ermöglichen. Ich glaube an die Kraft der Musik und daran, dass man mit ihr etwas bewegen kann. Musik kennt keine Grenzen! Um einen Anfang zu machen, wollte ich versuchen, so viele Musikinstrumente wie möglich zu beschaffen, um sie an die Kinder im Slum zu verteilen."
Tracks
01 Kibera Sunrise 1:19
02 Funk For Life 4:52
03 Mag Runs The Voodoo Down 5:34
04 Suguta Road 5:48
05 Finish What You Started 4:49
06 Danger Zone 6:21
07 Matutu 5:11
08 Dry 4:51
09 Kibera 5:36
10 The Brown Blues 7:51
11 Never Judge 6:17
12 Kenya Kane 7:41
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