Tettory "Unite“

- Tettory "Unite“
Sunshine Enterprise
„Unite“: Tettorybad vereint nicht nur West und Ost, London und Tokyo, Tettorybad vereint auch HipHop, Soul und Electro. Man kann an den hochkarätigen Gästen ablesen, daß die 3 Mitglieder von Tettorybad keine unbeschriebenen Blätter sind. Ty, der Londoner Rapper leiht seine Ausnahmestimme nicht jedem.
Paul Randolph verweist auf die Jazzanova-Connection, ist er doch einer der Sänger des letztjährigen Jazzanova-Albums „Of All The Things“. Und „Unite“, das Titelstück, ist bereits auf Karen Ps „Broadcasting“-Collection auf Sonar Kollektiv erschienen.
Wer also sind Tettorybad?
Da ist Grooveman Spot a.k.a. DJ Kou-G, Producer aus Sendia, im Nordosten Japans gelegen. Als Teenager begeisterte er sich für HipHop und fing schon bald an eigene Tracks zu produzieren. 1996 gründete er mit Mc U-Zipplain das HipHop-Duo Enbull. Gemeinsam spielten sie jazzy, soulful HipHop in der Pete Rock und C.L. Smooth-Tradition. 2007 veröffentlichte er mit „Eternal Development“ ein Solo-Album für das er hochkarätige internationale Gäste wie Capitol A, Count Bass D und O.C. gewinnen konnte.
Auf seinem Solo-Album stand ihm auch Masaya Fantasista zur Seite. Der ist seines Zeichens Gründer des Jazzy Sport-Plattenladen und -Labels. Jazzy Sport ist Dreh- und Angel-Punkt der HipHop- und NuJazz-Szenen Tokyos. Neben Veröffentlichungen japanischer Acts wie Breakthrough, DJ Mitsu The Beats und Cro-Magnon, erscheinen hier auch Sa-Ra Creative Partners, Steve Spacek und New Sector Movements. Gemeinsam firmieren Grooveman Spot und Masaya Fantasista als Produktionsteam Tettory BLK.
Addiert man Simbad (a.k.a. Stanislas Renouf) hinzu, bekommt man Tettorybad. Simbad ist schon länger in der Broken-Beats-Szene Londons unterwegs und hat unter verschiedenen Namen veröffentlicht: Marathon Men, Mowgly und Loose Ensemble. Momentan arbeitet er mit Karizma an einem Projekt namens Izmabad. Als DJ und Produzent kommt er viel rum und hat so auf einer seiner Reisen Tettory BLK kennengelernt.
Auf „Unite“ kommt die geballte Erfahrung von Grooveman Spot, Masaya Fantasista und Simbad zum Tragen. Da gibt es smoothen HipHop wie den Opener „Don’t Push Me“, dem Ty seine unvergleichliche Stimme leiht, oder das abstrakte „Space Connection“ mit B-Bandj. Es gibt mit dem von Paul Randolph besungenen „Ruff & Tuff“ funky Neo-Soul. „It’s Ur Time“ ist eine knackige Vocal-House-Nummer mit Shea Soul, die ihrem Namen alle Ehre macht.
„Galaxy“ hingegen vermählt einen jazzigen HipHop-Beat mit modernem Scat-Gesang. Überhaupt integrieren Tettorybad jazziges Material in ihren Sound auf eine Weise, die absolut zwingend ist. Die Bläser-Soli auf „Eternal Freedom“ scheinen von dem vorwärtssteppenden Beat befeuert zu werden. Hier ist kein vordergründiges Virtuosentum zu hören und kein zielloses Gedaddel. Was die unterschiedlichen Nummern auf „Unite“ eint, sind die funkigen Keyboards und der straffe Beat.
Es scheint als könnten die drei mit ihren Wurzeln im HipHop gar nicht anders als straff produzieren. Da ist kein überflüssiges Fett an den Stücken. Da ist alles auf den Punkt produziert.
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