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The Fourth Body

The Fourth Body
Fotograf: Roy Stuart; Seiten: 280, Hardcover + DVD, 23.8 x 30.2 cm; Verlag: Taschen; Preis: € 29,99 (D); Ausgabe: Englisch/Französisch/Deutsch; ISBN 3-8228-2557-3

Ob Luxusappartement oder Pariser Hinterhof, Roy Stuarts Kamera findet und zeigt Frauen, die ihre sexuellen Fantasien ausleben. Auf seinen Bildern sehen wir wirkliche Menschen und wirklichen Sex - das verlockende Aufbitzen eines Höschens ebenso wie eindeutige Szenen stürmischer Sexualität, die natürliche Perfektion jugendlicher Schönheit genauso wie den Charme fraulicher Reife.

Für Stuart gibt es keine Tabus, sondern nur schlechte Fotografie und den lusttötenden Stumpfsinn moderner kommerzieller Pornografie. Doch wer glaubt, den Künstler Stuart bereits in seiner ganzen Bandbreite entdeckt zu haben, für den hält The Fourth Body einige Überraschungen bereit – dieses Buch bietet bisher unveröffentlichte Bilder, aus den Tiefen seines Archivs, gewagter als alles, was je von ihm zu sehen war.

Lotet Roy unsere Grenzen weiter aus oder seine eigenen? Sicher ist nur, dass wir bei uns diesem mysteriösen Meister nie sicher sein können.

"The Fourth Body" ist der vierte Band mit Roy Stuarts Fotografien, der bei Taschen erscheint.


Fazit
Roy geht bei seiner Arbeit nicht zimperlich vor. Von seinen Modellen fordert er den vollen Einsatz. Aber dies auch gleichzeitig von dem Betrachter, wobei seine Fotos sicherlich auch eine ganze Reihe von Frauen interessieren. Es geht vom einfachen Porträt über den Ganzkörperakt bis hin zu Gruppenszenen mit sexuellen Aktivitäten, wobei es Frauen mit Frauen und Frauen mit Männern sein können. So wird der Betrachter in den Status eines Voyeurs gehieft, er spielt den unbeteiligten Betrachter der Szenen. Ganz sicher sind auch die eine oder andere bizarre, fetischistische Phantasie dabei, die inem doch ziehmlich befremdlich vorkommen kann, aber trozdem interessant. Roy schürt die Neugier. Und der Voyeur ist ja von Natur aus neugierig. Sicherlich entsprechen nicht alle Modelle dem heutigen Schönheitsideal, aber sie repräsentieren die Menschheit in ihrer Komplexität von schön bis häßlich, für den ein oder anderen jedenfalls. Die beiliegende DVD, die eigentlich eine Kollage von Szenen ist, verstärkt noch unseren Eindruck von Roy als Voyeur benutzt zu werden. Und wer ist das nicht gerne ab und zu mal. (Bernd Kielmann)


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