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Veronique Gens "Tragediennes 2"

Veronique Gens "Tragediennes 2"
EMI Classics

Verzweiflung, Aufbegehren gegen das Schicksal, Wahnsinn, Tod und Hysterie: Als die Sopranistin Véronique Gens 2006 ihr mit solchen Emotionen gefülltes Album Tragédiennes veröffentlichte, regnete es begeisterte Kritiken: Das Magazin Opera begrüßte die Sängerin als eine Künstlerin, die einerseits aus den besten Traditionen der barocken Aufführungspraxis kommt, jedoch einen weiten Bogen bis zu Mozart und Berlioz spannt.

Diese Vielseitigkeit und Wandelbarkeit ist auch in ihrem neuen Album deutlich zu spüren: Tragédiennes Vol. 2.  Véronique Gens bleibt hier nicht bei französischem Barock und Frühklassik stehen, sondern sie verlässt das Feld der „Alten Musik“ und verkörpert tragische Heldinnen von Rameau bis Cherubini, von Grétry bis Berlioz - dies freilich wieder an der Seite des Ensembles Les Talens Lyriques unter der Leitung von Christophe Rousset.

Dabei gelangen nicht nur für so manchen unbekannte Seiten der französischen Operngeschichte ins Blickfeld – die Künstlerin zeigt auch die Verbindungen zwischen der barocken Tragédie lyrique, die das Musikleben am Hofe von Ludwig XIV. bestimmte, und die weiteren Entwicklungen bis hin zur Romantik auf. Wäre eine Cassandre in Berlioz' Les Troyens ohne Vorläufer möglich gewesen?

Wohl kaum: Véronique Gens liefert in ihrem großartigen Arienrecital ein Programm, das rote Fäden quer durch die Operngeschichte spannt – und die unterschiedlichsten psychischen Facetten großer Frauengestalten wie Alceste, Dido, Medea oder Cassandra mit emotionaler und dramatischer Kraft auf die imaginäre Bühne bringt.

Tracks
1. Alceste
2. Orphée et Eurydice
3. Dardanus
4. Edipe à Colone
5. Renaud
6. Didon
7. Andromaque
8. Les Paladins
9. Médée
10. Herminie
11. Les Troyens

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